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Oberlidkorrektur

Viele Menschen leiden bereits sehr früh unter einer altersbedingten Erschlaffung der Lidstrukturen. Die überschüssige Lidhaut fällt herab und erreicht manchmal sogar die Wimpern. In schweren Fällen kann dies zu einer Behinderung der Sehfähigkeit führen. Die Augen wirken müde und temperamentlos.

Bei der Oberlidkorrektur (Blepharoplastik) handelt es sich um einen operativen Eingriff, bei dem die überschüssige, erschlaffte Lidhaut und das darunterliegende Fettgewebe mit dem Skalpell entfernt werden. Wir führen diesen Eingriff in unserer Praxis ambulant und in örtlicher Betäubung durch.

Vorbehandlung

Für die Dauer von 14 Tagen vor der Operation sollten Sie keine acetylsäurehaltigen Schmerzmittel, wie Aspirin oder Thomapyrin einnehmen, da diese die Blutgerinnung verzögern. Bei einer eventuellen Marcumarbehandlung muss in Absprache mit dem behandelnden Hausarzt oder Internisten eine Umstellung erfolgen. Um Wundheilungsstörungen zu vermeiden, sollten Sie das Rauchen einschränken. Beschaffen Sie sich einen kleinen Vorrat an Kompressen sowie zwei bis drei weiche Kühlelemente. Zum Eingriff sollten Sie ungeschminkt sein und eine dunkle Sonnenbrille mitbringen.

Behandlung

Wir führen diesen Eingriff ambulant und in örtlicher Betäubung durch. Falls Sie es wünschen erhalten Sie eine Beruhigungsspritze, die Ihnen die Nervosität und Aufregung nimmt und dafür sorgt, dass Sie den Eingriff im Halbschlaf erleben. Vor der Operation wird mit einem Stift die exakte Schnittführung auf Ihrer Haut eingezeichnet. Durch ein Zusammenkneifen der überschüssigen Haut mit einer Pinzette im geschlossenen Zustand wird exakt bestimmt, wie viel überschüssige Haut zu entfernen ist. Anschließend erhalten Sie zur Betäubung für jedes Lid mit einer winzingen Kanüle je einen Einstich, den Sie kaum spüren werden. Der winzige Schnitt liegt in der neu entstehenden natürlichen Lidfalte, so daß die entstehende Narbe nach der Abheilung so gut wie unsichtbar ist. Nach sorgfältiger Blutstillung werden ggf. sich nach vorne drängende Fettpolster abgetragen. Die Wundränder werden mit haardünnen Fäden verschlossen, die bereits nach 5 Tagen wieder entfernt werden können. Anschließend wird die Wunde nur mit schmalen Klammerpflastern(Steristrips) verpflastert. Sie können die Praxis unmittelbar nach dem Eingriff verlassen und sich nach Hause bringen lassen.

Nachbehandlung

Zur Vermeidung von Blutergüssen und Schwellungen sollte man die Augen nach der Operation ein bis zwei Tage lang mit feuchten Kompressen oder einem weichen Kühlelement kühlen. Am ersten Tag sollten Sie die Augen möglichst ruhig halten. Jegliche körperliche Aktivität, insbesondere Bücken und Pressen, ist in den ersten Stunden nach dem Eingriff zu vermeiden. In der ersten Woche nach der Operation sollten Sie Ihre Augen nicht mit Cremes oder Salben belasten. Auch über die Entfernung der Nähte hinweg sollte in den ersten Wochen nach dem Eingriff jegliches stärkere Reiben an den Lidern vermieden werden. Auch Make-up sollte nicht direkt auf die frische Narbe gebracht werden. Zum Kaschieren etwaiger Blutergüsse tragen Sie am besten eine dunkle Sonnenbrille. Routinemäßige postoperative Kontrollen sind am 1. und 5.Tag und gegebenenfalls nach 6 Wochen vorgesehen. Bis zur Entfernung der Fäden am 5.Tag sollten die Klammerpflaster alle 1-2 Tage gewechselt werden. Nach etwa 7 Tagen sind die Wundränder so fest zusammengewachsen, dass Sie die restlichen minimalen Blutergüsse mit einem Make-up überdecken können. Damit die Narben schön weich bleiben und später nicht zu sehen sind, sollten Sie ab dem 10. Tag vorsichtig eine Narbensalbe (z.B. Dermatix Gel) einmassieren.

Behandlungsergebnis

Nach etwa 2 Wochen ist von der Operation nahezu nichts mehr zu sehen. Der Blick wirkt offener, und die Augen wirken strahlender. Die rötliche Narbe liegt in der neu entstehenden Lidfalte und ist so gut wie unsichtbar. Einige Wochen nach dem Eingriff können die Augen noch leicht gerötet und kaum sichtbar geschwollen sein. Erst nach 6-9 Monaten ist die Narbenbildung vollständig abgeschlossen. Erst danach ist das endgültige kosmetische Ergebnis sichtbar. Es hält 15 und mehr Jahre an.

Risiken und Nebenwirkungen

Die Oberlidplastik zählt zu den risikoärmsten ästhetisch-chirurgischen Eingriffen. Eingriff und Heilverlauf sind praktisch schmerzlos. Da bei der Operation einige sehr feine, die Haut versorgende Gefäße durchtrennt werden, entstehen kleine Schwellungen und Blutergüsse, die aber innerhalb von 1-2 Wochen vollständig abklingen. Eine leichte Trockenheit der Augen nach der Operation ist normal. Äußerst seltene Komplikationen sind Nachblutungen ein bis zwei Tage nach derOperation, ein vorübergehendes vermehrtes Tränenträufeln und bakterielle Infektionen. Unschöne oder gar übermäßige Narben können durch mechanische Belastung, Wundinfektion oder vorzeitige übermäßige Sonnenbestrahlung entstehen. Vorbeugend wirkt hier die frühzeitig regelmäßige Anwendung eines Silikon-Gels (z.B. Dermatix) ab dem 10.Tag.

Gegenanzeigen

Gelegentlich wird die Erschlaffung der Lidhaut nicht durch einen Hautüberschuss an den Oberlidern sondern durch eine Absackung (Ptosis) der Augenbrauen hervorgerufen. Eine alleinige Lidplastik reicht dann nicht aus. Sie muß durch eine Augenbrauenhebung ergänzt werden. Dieses sogenannte Stirnlifting kann operativ, durch eine Eigenfettbehandlung oder ein Faden-Lift erfolgen.

Bei einer Lidkorrektur kann nur das korrigiert werden, was dauernd vorhanden ist. Wenn es sich um Lidschwellungen handelt, die morgens stärker sind als tagsüber, kann dies nicht beseitigt werden, denn hierbei handelt es sich höchstwahrscheinlich um Ödeme, also eine Wasseransammlung im Gewebe, die kommt und geht. Falls Sie solche Erscheinungen an sich beobachtet haben, suchen Sie bitte einen guten Internisten auf, um krankheitsbedingte Ursachen, wie Herz-, Nieren-, Schilddrüsenleiden, Stoffwechsel-, Hormon- und Elektrolytstörungen zu erkennen. Wenn Sie unter einer Allergie auf örtliche Betäubungsmittel leiden oder einen Schrittmacher tragen, sollten Sie uns dies unbedingt mitteilen. Neigen Sie zu auffälligen blauen Flecken oder haben Sie anhaltende Blutungen nach Bagatellverletzungen, sollte eine Gerinnungsstörung vor der Operation ausgeschlossen werden.